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Jun 30
geschrieben von Meg in Daily thoughts
Ich bin mal in mich gegangen, nachdem die Aktivität meiner Leser in den letzten Tagen nachgelassen hat - verhält sich übrigens proportional zu meiner eigenen Lustlosigkeit in Bezug auf das Lesen von Blog und das Schreiben/Kommentieren. Auf meinem Schreibtisch und in meinem Kopf häufen sich tatsächlich eine Menge Themen, die ich gerne … verbraten würde, doch die habe ich nun in einen großen Ordner gepackt, auf dessen Rücken in großen Buchstaben “Winter” und “Regentage” steht. Denn derzeit verbringe ich ungern meine sonnigen, freien Stunden mit einem klebenden Hintern auf dem ChefLedersessel, sondern schmiege diesen lieber an den ergonomisch geformten Mädchen-Sattel meiner Super-Bikes, eigens mit einer Aussparung für die empfindlichen Weichteile (die sinnbefreiteste Erfindung bei Fahrrädern, wenn man mich fragt) oder lasse ihn in einen Badeanzug gleiten und versuche ihn möglichst elegant durch das 50-Meter-Becken zu ziehen.
Gestern musste ich ihn allerdings in die Motorrad-Kluft zwängen. Zumindest nahm ich an, dass ich zwängen musste, doch Dank einiger Anstrengungen der letzten Wochen und 10,5 kg weniger Gewicht am Hintern und Hüfte sprang ich quasi in diese Hose und musste mir nicht mehr abbrechen, als beim letzten Mal. Wobei damals lediglich meine Würde temporär einen Bruch erlitten hatte.
Ich schwang mich mühelos auf die Gummikuh (damals brauchte ich noch ein Treppchen ) und wir düsten nach Leverkusen. Dort konnten Tommy und ich einen langhaarigen Biker so richtig zum schwitzen bringen. Der Schweiß rann ihm in Bächen runter, er war knallrot angelaufen und japste - aber er ließ uns nicht los, verdammtnochmal! Weshalb wir gestern nur ein paar Runden machen konnten und ich mir teilweise vorkam, als hätte ich eine Reise in die Vergangenheit gewählt, wo mein Papa einen Stock in das Mofa steckte, damit ich nicht umkippe, als ich mit 9 Jahren meine ersten Fahrversuche unternahm. Damals bin ich meinem Papa jedoch davon gefahren.
Dafür kann ich jeder Frau so eine Motorrad-Hose empfehlen, statt teurer Lymphdrainagen: Gestern hatten wir 30 Grad, als ich in dieser atmungsaktiven Polyester-Kombi auf einem Platz ohne Schatten stand und spürte, wie mir mein eigener Schweiß in die Schuhe läuft. Lecker. Doch danach spürte ich etwas Fahrtwind bei ca. 6 km/h. Gut, ich war schon immer ein Optimist.
Soviel zum Wochenende und für jetzt … möchte ich euch noch etwas auf den Weg zur nächsten Fußball-WM oder EM geben: “Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Sieg, Niederlage oder Unentschieden!”
Einen schönen Wochen-Start,
Meg
Jun 28
geschrieben von Meg in Daily thoughts
Neulich hatte ich das Thema Geld, bzw. dessen Mangel in einem Beitrag verbraten. Dort kam auch zur Sprache, dass die Kluft zwischen reich und arm immer größer wird. Conni sagte, das sei nichts Neues, ich finde, dass es dennoch erschreckend ist, wie groß sie mittlerweile geworden ist.
Ich habe eine sehr interessante Seite gefunden, die sich mit dem Thema STATISTIK beschäftigt, welches eines meiner (beruflichen) Lieblingsthemen ist. Dort habe ich dies hier gefunden:
Bei www.statista.org findet ihr noch eine Menge anderer Statistiken, die ihr mit Hilfe eines iFrames komfortabel in eure Blogs einbinden könnt (hat bei mir leider nicht funktioniert), um eure Worte mit Zahlen zu bekräften. Doch es geht mir nicht nur um das Portal, sondern eigentlich um einen Artikel, den ich in der Zeitung gelesen habe. In New York starb eine Milliardärin, das ist erstmal bedauerlich, keine Frage. Diese Dame hinterließ einer anderen Dame 12 Millionen Dollar (irgendwas um die 7,7 Millionen Euro), doch dieses Geld, bzw. dieses Erbe wurde der Dame aberkannt. Warum? Nun, weil sie eine HUNDEdame ist. Ein Gericht hat entschieden, dass die Hundedame nicht diese Summe erben darf. Jesses, dachte ich mir, es gibt doch noch gescheite Richter, die sowas entscheiden und sich gegen merkwürdige Testamente durchsetzen, denn was soll denn eine 9-jährige Malteserhündin mit 12 Millionen Dollar, nicht wahr?
Sie bekommt jetzt nur noch 2 Millionen Dollar. Der HUND BEKOMMT 2 Millionen DOLLAR.
Erklärt das mal jemanden, der am Ende eines Monats 2€ übrig hat, nachdem er all seine Rechnungen bezahlt hat und die Familie ernährt hat.
Diese Familie könnte Glück haben, würde sie in den Staaten leben und ihr Hund wäre von einer Straßenreinigungsmaschine aufgesaugt worden, wie ebenfalls in New York passiert. Das Schmerzensgeld würde all ihre Sorgen lösen
Sagt mir bitte: WAS macht ein Hund mit 2 Millionen Dollar?
Und: Schönes Wochenende, ich werde heute beim Grillen schlemmen und morgen werde ich in meiner Mopped-Kluft wegschwimmen, bei den Temperaturen. Drückt mir die Daumen, dass Tommy in die LEDERkombi steigt 
Dann mache ich auch ein Bild, versprochen!
Jun 17
geschrieben von Meg in Holz
… und dann ist gut, Frau Prinzessin, die Du mir dieses Holz an den Kopf geschmissen hast. Dabei kann ich das nicht leiden. Gar nicht leiden. Es geht um “10 Dinge, auf die ich voll abfahre” - und danach werde ich mir eine Blog-Auszeit nehmen. Erstmal bis zum Wochenende.
1. Meine Physis - denn in den letzten 32 Jahren habe ich mich stets zu 100% auf meine Sinnesorgane verlassen können. Wenn mir etwas runterfiel, hob ich es auf ohne darüber nachzudenken, ob mir schwindelig wird. Ich setze mich auf mein Fahrrad und fahre 40-50 Kilometer, ohne dass ich danach ein Sauerstoff-Zelt brauche (auch wenn ich dem Gesicht nach durchaus diesen Eindruck erwecke). Mein Körper schwitzt, wenn ihm heiß ist, friert, wenn ihm kalt ist und sendet deutliche Signale, wenn ich ihm Schlechtes tue, wie am letzten Wochenende, weshalb ich nun etwas angeschlagen bin.
2. Meine große Liebe - der deutlichste Beweis dafür, dass Hoffnungen belohnt werden.
3. Mein Stevens X6, das beste Fahrrad, welches ich je gefahren bin.
4. Mein Seelenvogel, der mich nach all den Stichen & Hieben immer wieder daran erinnert, dass ich auf meine innere Stimme hören muss, damit ich die richtigen Entscheidungen treffe.
5. Mein iMeg, auf dem mittlerweile 8GB Seelen-Musik drauf sind, unter anderem das neue DISTURBED-Album, welches der ideale Sport-Treiber ist.
6. Meine Freunde, die für mich durch die Hölle und zurück gehen würden, um mein Leben zu retten.
7. Maria - der ich einen wunderbaren Boden verdanke, den ich mit der Zeit und jedem Lebensjahr nähren konnte, damit sie stolz auf mich sein kann.
8. Die Rennsemmel, die mich in den letzten 8 Jahren nicht im Stich gelassen hat und die ich frühestens in 6 Jahren beerdigen werde, keinen Tag früher.
9. Meine Ed Hardy’s, weil diese so geil sind, dass mich jeder auf sie anspricht.
10. Die Menschen, die dieses Blog Tag für Tag lesen, die sich Gedanken über meine Gedanken machen. Die widersprechen, diskutieren, debattieren, lachen, albern und mitfühlen.
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Mai 25
geschrieben von Meg in Daily thoughts
Auch ich nutz(t)e seit einigen Wochen Twitter, wie einige von euch vielleicht bereits in der Sidebar des Blogs gesehen haben: Meg2Date, lautet die Rubrik und ermöglicht wildfremden Menschen, die bei Twitter registriert sind zu verfolgen, was ich da rein schreibe. So eine Art “Statusmeldungen” finden sich dort, aber auch uninterssante Pupse und Neuigkeiten über den sprichwörtlichen Sack Reis in China oder eine geplatzte Bratwurst an der Reeperbahn. Einige schreiben wirklich jeden, noch so homöopathischen Müll/Fetzen ihrer geistigen Fabrik da rein - ohne Rücksicht auf Verluste.
DAS habe ich geübt. Ich habe versucht ein Teil dieser Community zu werden und meine Launen, Kurzgedanken, Ergüsse geistiger Natur, Fragen aber auch Antworten auf ungestellte Fragen dort zu posten. Sinnlos. Es brachte nichts. Weder hatte ich das Gefühl, “dazu zu gehören”, noch hatte ich das Gefühl etwas zu verpassen, wenn ich dort nichts schreibe. Man muss schon sehr … unterbeschäftigt sein, um dort auch noch zu schreiben, während man über den Feed-Reader auch noch die 3-stellige Anzahl von Blogs scannt und Beiträge schreibt, Gruppen bei Studi-VZ bedient und das Xing-Profil aktualisiert.
Es ist kein Geheimnis, dass ich eine Rampensau bin, aber ich stehe auch dazu, dass ich nicht omnipräsent sein muss und möchte. Ich bin froh darüber, dass ich meine Sucht in den Griff bekommen habe und das Internet benutze, um auf dem Laufenden zu bleiben, mich zu informieren und Netzwerke zu knüpfen und nicht mehr dafür, um mich selbst zu finden, mich selbst zu positionieren, mich selbst zu offenbaren und festzustellen, dass nicht die Allgegenwärtigkeit mich glücklich macht, sondern der Gegensatz zu Omnipräsenz. Ich habe mein Twitter-Profil heute gelöscht (Frau Maksi ebenfalls, wenn auch unabhängig voneinander), genauso wie ich alle möglichen Community-Mitgliedschaften gekündigt habe, denn die Prioritäten haben sich in meinem Leben enorm verschoben und die Ressourcen sind knapp, wie überall in der Wirtschaft, in privaten Haushalten und bei einzelnen Personen.
Ich habe viele Artikel über Twitter gelesen, auch die von den s.g. A-Bloggern, doch um ehrlich zu sein, sind mir diese Menschen schon immer ein Rätsel gewesen. Ich hoffe, hier wird jetzt nicht Erstaunen mit Bewunderung verwechselt, denn ich frage mich ernsthaft, wie man es neben einem regulären Job noch schaffen kann, ein A-Blog zu befeuern, in diversen communities aktives Mitglied zu sein, ständig an seinem Blog zu basteln, diverse Neben-Blogs und Mirco-Blogging zu betreiben, den OFFLINE-Freundeskreis gewissenhaft zu pflegen UND eine Beziehung zu führen, die nicht überwiegend aus Online-Kommunikation besteht. Hut ab? Neee, ihr macht das schon richtig, für euch. Für mich ist das nichts.
Ich bleib’ lieber hier, in meinem Revier. Wer mich also lesen möchte, kann das fortan nur noch hier tun. Und als Kommentatorin in diversen anderen Blogs. Wem es nicht reicht, der sollte sich eine Tageszeitung abonnieren und diese in aller Gemütlichkeit lesen. Das macht Spaß und bildet 
Mai 14
geschrieben von Meg in Norma Loh
Seit einigen Tagen beobachtet Norma Loh mit gemischten Gefühlen diese Website. Angeblich sollte sie so anders sein, als alle anderen bisher. Der Name könnte durchaus einige Synonyme im schlauen Köpfchen der Konsumentin erblühen lassen, doch reicht es denn, um diese Seite in die heiligen Lesezeichen aufzunehmen? Würde sie zwischen all den anderen nützlichen, wertvollen Quellen für den täglichen Small-Talk bestehen? Zwischen den Seiten, die informieren und weiterbilden? Zwischen all den Seiten, die Norma Loh braucht, um zu erfahren, wer sie ist? Sie ist sich unsicher. Spätestens seit der merkwürdigen Erkenntnis, welche das Portal im Zuge einer - richtig! - Befragung gewonnen hat, ist Norma Loh abgeneigt, diese Seite zu speichern und wieder zu besuchen. Ihre Tests kann sie auf ihren wohl bekannten Seiten machen, Schuh-Abos kann sie sich via Newsletter holen und wie Pam Anderson ungeschminkt aussieht interessiert sie halb so wenig, wie ein Bild von Pam mit Körbchengröße A oder B. Wer würde ihr dann noch ins Gesicht schauen?
Doch bevor Norma Loh nochmal darüber nachdenkt, ob sie fortan kaum noch Orgasmen haben wird, weil sie herausgefunden hat, dass sie schlau ist oder aber im Umkehrschluss deshalb so viele Orgasmen ist, weil sie strunzdumm ist, schaut sie sich das Blog an und weiß in dem Augenblick, dass sie selten ein langweiligeres und schlechter geschriebenes Blog gelesen hat. Die hätten mal einen Profi fragen sollen, der ein paar Ordner zuhause stehen hat und dessen Wortschatz nicht überwiegend aus Füllwörtern besteht. Die Vermutung lag nahe, dass Ülcan nochmal vor hat zu heiraten und deshalb bloggt … doch das ist sie nicht. Höchstens ihre IQ-Doppelgängerin.
Norma Loh wird diese Seite nicht in ihren Lesezeichen abspeichern, denn auch nach 4 Tagen hat sie noch keinen Mehrwert entdeckt.
Mehr zum Thema “Orgasmusprobleme durch Bildung” könnt ihr hier nachlesen.
Danke Astrid für den link!
Mai 07
geschrieben von Meg in Daily thoughts
Da bin ich wieder, nach 2 wundervollen, sonnigen Tagen in Bitburg, am schönen Stausee. Das Hotel war wunderbar, mein Zimmer eine Wucht, das Essen super lecker, das Wetter bombastisch und das Floss … das haben wir nicht nur gebaut, es hat sogar die Jungfernfahrt überstanden! Darauf sind wir sehr stolz - wir? Pluralis majestatis? Neeee, das ist zum einem das Ergebnis eines Team-Building-Workshops und zum anderen habe ich es nicht gebaut. Nicht alleine. Ich war Botschafter oder mit anderen Worten “Spion”, der zwischen den 4 Teams hin- und herlaufen durfte, um sich schreckliche Drohungen wg. Werksspionage und üble Androhungen von Prügel von tschetschenischen Guerilla-Kämpfern anzuhören 
Fazit: 4 wunderbare Flöße und 4 hoch motivierte Teams, die damit auf den Stausee paddelten - gut, das gestaltete sich ein wenig komplizierter als der Bau des Gefährtes, da wir uns zum einen nicht sofort einig darüber waren, in welche Richtung wir möchten und einige nicht sehr paddel-sicher waren in Bezug auf die richtige Haltung eines Paddels, ohne einen Mitfahrenden mit dem anderen Ende Schach-Matt zu setzen.

Es war ein toller Tag heute und ich wäre am liebsten etwas länger geblieben, um auf diesem wunderbaren See noch ein bisschen mit dem Tretboot zu fahren.
Ich hoffe, euch ist es gut ergangen? Brother Louie ist bei Tante Ela angekommen, ich habe einen Haufen Ideen für das Blog, doch jetzt werde ich
erstmal das verbrannte Näschen pflegen und eine Mütze Schlaf suchen, denn wer sich “builden” will, der muss auch saufen können
Habt ihr denn schon mal Team-Building-Ausflüge gemacht? WIE habt ihr euch denn als Team bewähren müssen?
Mai 05
geschrieben von Murmel in Murmel(ei)
Erst am Donnerstag habe ich mich mit Freunden darüber unterhalten, dass diese ewigen Anglizismen auf Dauer ehrlich blöd sind. Es ging genau um den unten beschriebenen “Coffee to go”. Zugegeben im Programm “Eskaliert” von Johann König habe ich doch bei “auf die Fresse to go” richtig laut gelacht, aber grundsätzlich nimmt es doch Überhand. Hier im Blog wurde auch schon mehrfach darüber geschrieben. Heute lese ich in unserer Zeitung von folgendem Aufruf:
Die Aktion Lebendiges Deutsch sucht hierbei einen deutschen Begriff für “to go”. Vorschläge für den Ausdruck beispielsweise bei “Coffee to go” können bis zum 21. Mai abgegeben werden, so die Organisatoren. Idealerweise sollte die deutsche Entsprechung witziger und ansprechender sein als “zum Mitnehmen”. Vorschläge können auf der Internetseite unter “Wörter des Monats” eingereicht werden. Dort gibt es übrigens auch ein umfangreiches Archiv für andere deutsche Wortalternativen.
Habt ihr Vorschläge für “to go”? Wir könnten sie als Seelenvögel-Projekt dort einreichen.
Apr 28
geschrieben von Meg in Projekt 52
Als ich las, das Thema der 17. KW laute “Mein Hobby” war ich sofort beruhigt. Ich musste keine Nahrungsmittel kunstvoll drapieren und fotografieren, bevor ElMar es schafft, sie aufzuessen - was wahrlich eine Herausforderung wäre Ich musste auch nicht durch die Botanik auf der Suche nach seltenen Käfern - dafür hätte ich mich heimlich bei Herrn Crosa mit dem nötigen Material versorgt.
Mein Hobby? Pah! Easy. Dachte ich. Und dann passierte es: Ich ließ Zeit verstreichen und Zeit ist der größte Feind des Bauchgefühls, des Seelenvogels, denn Zeit gibt dem Kopf Futter und Macht. Und so sitze ich hier, im Kopf unzählige Bilder von Hobbys: Da wäre an erster Stelle das Blog, denn es nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Dann hätten wir einen großen SuB, denn das Blog nimmt doch soviel Zeit in Anspruch. Dann wäre da noch die Canon, die mein neuestes Hobby ist und dann hätten wir noch das Motorradfahren, was mich immer mehr reizt und nicht zu vergessen … Louie. Ohjeh. Und jetzt? Ein Foto davon? Ich fürchte, diesmal muss eine Collage sein, denn ich kann mich einfach *nicht* entscheiden. Und dann noch das Fahrrad mit dem neuen schicken 16-Funktionen Computer und und und!

Das Thema für die laufende Woche lautet: “Technik”. In dem Fall werde ich dem Kopf die Zeit geben, denn der Bauch war … etwas arg spontan 
Apr 19
geschrieben von Meg in Daily thoughts
Die Anekdote:
Der Kongress war bereits um 17 Uhr zu ende und ich hatte meine Rückfahrt um 19:11 Uhr gebucht. Doch so lange wollte ich in Wiesbaden nicht bleiben, also suchte ich mir eine frühere Verbindung raus. Ich sprang also in den ICE in Frankfurt, der mich in ca. 40 Minuten nach Siegburg bringen würde. Zu spät sah ich, dass ich im Gang zwischen 2 1. Klasse-Wagons stand. Da ich keine Lust hatte, durch den vollen Zug zu laufen, stellte ich meinen Koffer dort ab, stöpselte den iPod ein und schaute aus dem Fenster.Nach 10 Minuten gesellte sich eine Dame mittleren Alters zu mir. Sie war sehr schick angezogen, duftete sehr angenehm, war perfekt frisiert und lächelte mich an, wie ich da in Turnschuhen, Jeans, Parka, iPod, Wuschelhaaren und roten Wangen stand.
“Ah, wissen Sie”, sagte sie, “ich buche auch immer 1. Klasse, dann muss man nicht rumstehen, wie bestellt und nicht abgeholt, nicht wahr? Doch manchmal mache ich es wie Sie, ich schleiche mich raus und stelle mich in den Gang. Wir sitzen eh viel zu viel, oder”?
Ich: 
Wenn ihr das lest, sitze ich auf einem Motorrad. Ohne Füherschein und habe entweder den Spaß meines Lebens oder mir längst in die neue Biker-Hose gemacht … Schönen Samstag!
Und jetzt etwas zum Web 2.0-Kongress:
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Apr 10
geschrieben von Meg in MegLosophie
Vor einigen Tagen waren wir bei ElMars Bruder, der Geburtstag gefeiert hatte. Er hat 3 Kinder, der Älteste ist dieses Jahr 14 geworden. Wie das bei Gesprächen zwischen kinderlosen und kinder”reichen” Paaren mit Kindern im Teenager-Alter so ist, wir landeten irgendwann zwangsläufig bei dem Thema Aufklärung von Kindern, Sexualität, etc. Während man darüber diskutierte, wer für die Aufklärung von Kindern verantwortlich ist, wann diese statt zu finden habe und was genau aufgeklärt werden sollte, machte ich mir meine Gedanken darüber, wie ich aufgeklärt wurde. Frau W. hatte das Thema ebenfalls vor einigen Tagen und dort schrieb ich: Als ich 8 war (also 1 Jahr vor der 1. Beichte) haben wir bei einer Freundin die einen Videospieler hatte (sowas war damals so rar wie Bananen und echte Schokolade) einen Bum*i geguckt.
Mir wurde übel.
Auf dem Weg nach Hause wurde mir erst schlagartig bewusst, was ich da gesehen hatte und ich habe mich neben den Polski Fiat 126p der Schulhausmeisters erbrochen. Als ich das nächste Mal “Geräusche” aus dem Zimmer meiner Eltern hörte, fing ich ganz laut an zu singen … :???: …
Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann war das tatsächlich mein erster “Kontakt” zur menschlichen Sexualität. Warum menschlicher? Nun, ich bin sehr ländlich aufgewachsen und habe gesehen, wie diverse Tier-Babies auf die Welt gekommen sind und auch wie Kühe gedeckt wurden, dennoch mochte ich damals keine Verbindung zu Menschen herstellen. Als ich 3 Jahre alt war, kam meine Schwester auf die Welt und ich bin sicher, dass ich auch irgendwelche Geschichten von Störchen erzählt bekommen habe, sicherlich wunderte ich mich auch darüber, wie der Storch das Baby aus Mamas Bauch bekommen hat, um es zu uns zu bringen, doch es interessierte mich nicht weiter. In der Schule wurde nicht aufgeklärt. Meine Eltern kümmerten sich auch nicht darum. Warum? Ich schätze, dass damals Kinder noch die Möglichkeit hatten, lange Kinder sein zu dürfen. Es bestand keine Notwendigkeit, ein Kind darüber aufzuklären, wie man schwanger werden oder wie man das vermeiden konnte. Alles war entspannt. Ich kannte niemanden im Dorf, der minderjährig Mutter geworden wäre.
Dann kam ich nach Deutschland, in die 6. Klasse und plötzlich sah ich mich mit der Sexualität konfrontiert: Im Religionsunterricht sprachen wir über Verhütung und über Abtreibung. Es war kein gesund aufklärender Unterricht, sondern die beliebte Schockmethode á la: Willst Du mit 14 Jahren Dein Leben quasi an den Nagel hängen oder gar zur Mörderin werden, indem Du abtreibst? Alle Mädchen lasen mit feuchten Augen das “Tagebuch eines Ungeborenen” und sympathisierten mit dem (später abgetriebenen) Baby und nicht mit dem Mädchen. Und den Jungs ging es am sprießenden Sack vorbei.
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